Ein Tag mit Carenamics: Digitale Leichtigkeit im Pflegealltag
Erfolgreiche Pflege setzt in vielen Fällen eine gute Zusammenarbeit verschiedener Expert:innen voraus, insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Ärzt:innen, Pflegekräfte, Heimhilfen, Therapeut:innen, Angehörige und weitere Beteiligte müssen Informationen austauschen, Veränderungen erkennen und schnell handeln.
Im Alltag führt dies aber leider immer noch häufig zu Herausforderungen. Informationen gehen verloren, Dokumentation kostet Zeit und viele Prozesse funktionieren noch immer über Papier, Telefonate oder Fax. Die Folge sind unnötige Verzögerungen, Unsicherheiten und zusätzlicher Stress für alle Beteiligten.
Wie groß der Unterschied sein kann, wenn Pflege effektiv digital unterstützt wird, zeigt unser fiktiver Fall der 82-jährigen Gertrude M. aus Graz. Wir haben ihren Pflegealltag begleitet und beobachtet, wie die an der Pflege beteiligten zusammenarbeiten und wie sie dabei unsere Software Carenamics anwenden.
Graz, 07:00 Uhr morgens.
Über dem Schlossberg scheint die Morgen-Sonne und verspricht einen schönen Tag. In einer gemütlichen Wohnung im Bezirk Geidorf erwacht die 82-jährige Gertrude M. Sie lebt trotz einiger gesundheitlicher Einschränkungen weiterhin stolz und eigenständig in ihren eigenen vier Wänden. Dass dies möglich ist, verdankt sie einem engagierten Pflegeteam, einer liebevollen Familie und einem unsichtbaren, aber effektiven digitalen Helfer im Hintergrund: Carenamics.
Frau M. hat Pflegegrad 3. Nach einem Schenkelhalsbruch vor einem Jahr ist ihre Mobilität eingeschränkt, zudem leidet sie unter beginnender Demenz und benötigt Unterstützung bei der täglichen Grundpflege, dem Medikamentenmanagement und der Bewältigung ihres Alltags.
Begleiten wir das Pflegeteam und Frau M. durch einen ganz normalen Tag und erleben wir, wie moderne Pflegesoftware den Spagat zwischen bürokratischer Präzision und menschlicher Nähe meistert.
07:15 Uhr – Der Frühdienst beginnt: Ein fehlerfreier Start in den Tag
Es an der Wohnungstür. Elena, eine erfahrene Pflegeassistentin (PA) eines Grazer Pflegedienstes, betritt die Wohnung. Bevor sie überhaupt anklopft, hat sie bereits den ersten wichtigen Schritt des Tages erledigt – allerdings nicht auf Papier, sondern auf ihrem Smartphone.
Der digitale Blick auf die Patientin
Noch im Auto hat Elena die Carenamics-App geöffnet. Dank der übersichtlichen Tourenplanung sieht sie sofort, dass bei Frau M. heute Morgen oberste Priorität gilt. Ein Blick in die digitale Pflegeakte verrät ihr die Übergabe vom Vorabend: „Frau M. war gestern Abend leicht agitiert, hat aber gut geschlafen. Blutdruck war stabil.“
Der Vorteil: Elena muss nicht erst mühsam handschriftliche Notizen entziffern oder Telefonate führen. Sie weiß exakt, wie es Frau M. geht, bevor sie die Wohnung betritt.
Die morgendliche Routine
Elena begrüßt Frau M. herzlich. Gemeinsam gehen sie ins Badezimmer. Heute steht die Unterstützung bei der Ganzkörperpflege auf dem Programm. Während Frau M. sich unter Elenas Anleitung wäscht, achtet die Pflegeassistentin auf Hautveränderungen – ein wichtiger Aspekt bei eingeschränkter Mobilität.
Nach dem Ankleiden geht es in die Küche. Das Frühstück wird zubereitet, und nun kommt die erste kritische Aufgabe des Tages: die Medikamentengabe. Frau M. muss morgens ihre Herztabletten und einen Cholesterinsenker einnehmen.
Carenamics im Einsatz: Die mobile Pflegedokumentation
Direkt in der Küche zückt Elena ihr Dienst-Tablet. In der Carenamics-App hakt sie die erledigten Aufgaben in Echtzeit ab:
- Grundpflege: Mobilisation und Ganzkörperwaschung durchgeführt.
- Vitalwerte: Elena misst den Blutdruck (135/82 mmHg) und den Puls (72 Schläge / min). Die Werte tippt sie direkt in die Maske ein. Bei Abweichungen würde das System sofort eine Warnung anzeigen.
- Medikation: Die verabreichten Medikamente werden per Klick als „eingenommen“ markiert.
Dank der intuitiven Benutzeroberfläche dauert diese Dokumentation weniger als zwei Minuten. Elena hat dadurch mehr Zeit, mit Frau M. über deren Pläne für den Nachmittag zu plaudern, anstatt hektisch Formulare auszufüllen. Um 08:30 Uhr verabschiedet sich Elena. Beim Verlassen der Wohnung beendet sie den Besuch in der App, wodurch die exakte Leistungszeit automatisch für die spätere Abrechnung mit den Kassen in der Steiermark erfasst wird.
11:30 Uhr – Mittagszeit: Kulinarische Versorgung und kognitive Aktivierung
Gegen Mittag öffnet sich die Tür von Frau M. erneut. Diesmal ist es kein medizinischer Pflegedienst, sondern Herr Thomas von der Heimhilfe, die über die soziale Servicestelle der Stadt Graz koordiniert wird. Seine Aufgaben: Unterstützung bei der Haushaltsführung, Zubereitung des Mittagessens und vor allem – Gesellschaft leisten.
Struktur im Alltag trotz Demenz
Frau M. vergisst aufgrund ihrer Demenz oft, ob sie schon gegessen oder getrunken hat. Thomas öffnet beim Eintreffen sofort Carenamics auf seinem Tablet. Er sieht das Pflege-Dashboard von Frau M. Hier hat Elena am Morgen eine wichtige Notiz hinterlassen: „Frau M. hat beim Frühstück nur ein halbes Glas Wasser getrunken. Bitte mittags auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten!“
Dokumentation der Lebensqualität
Thomas kocht für Frau M. ein traditionelles steirisches Kürbiscremesüppchen und ein leichtes Hauptgericht. Während Frau M. isst, achtet Thomas penibel darauf, dass sie auch ihr Glas Wasser leert. Nach dem Essen bleibt Zeit für ein wenig Gedächtnistraining. Sie blättern in einem alten Fotobuch über Graz.
Während Frau M. sich nach dem Essen ein wenig ausruht, nutzt Thomas die Sprach-zu-Text-Funktion von Carenamics, um seinen Pflegebericht zu diktieren: „Frau M. hat zu Mittag gut gegessen und ca. 350 ml Wasser getrunken. Bei der kognitiven Aktivierung mithilfe eines Fotobuches zeigte sie sich sehr aufmerksam und konnte sich an Details aus ihrer Jugend in Geidorf erinnern. Keine Anzeichen von Verwirrtheit.“
Die Software wandelt das gesprochene Wort fehlerfrei in Text um. Thomas spart sich das Tippen auf der Tastatur, was für ihn selbst in seinem mobilen Alltag eine enorme Erleichterung darstellt. Um 13:00 Uhr macht er sich auf den Weg zum nächsten Klienten.
15:00 Uhr – Der Nachmittagsbesuch der Tochter: Transparenz für die Angehörigen
Um drei Uhr nachmittags kommt Sabine, die Tochter von Frau M., zu Besuch. Sie trägt eine große Verantwortung, da sie bei der Pflege ihrer Mutter eine wichtige Rolle spielt und auch die Schnittstelle zu den professionellen Diensten bildet. Früher war dieser Besuch oft von Stress geprägt: Hat die Mutter die Tabletten genommen? War die Pflegekraft schon da? Wie waren die Blutdruckwerte? Heute ist das anders. Dank Carenamics ist Sabine immer im Bilde.
Echtzeit-Daten über den Patient:innen-Status
Bevor Sabine die Wohnung betritt, hat sie auf ihrem eigenen Smartphone Carenamics aufgerufen und die Berichte über ihre Mutter gecheckt. Sie sieht:
- Elena war am Morgen da, die Vitalwerte sind im grünen Bereich.
- Die Medikamente wurden ordnungsgemäß eingenommen.
- Thomas hat vermerkt, dass ihre Mutter gut gelaunt war und ausreichend getrunken hat.
Als Sabine die Wohnung betritt, muss sie ihre Mutter deshalb nicht mit Kontrollfragen löchern, was bei Demenzpatienten zu Abwehrreaktionen führen kann. Stattdessen kann sie sie einfach umarmen und fragen: „Na Mama, wie war das Kürbiscremesüppchen heute Mittag?“
Kommunikation auf Augenhöhe
Sabine bemerkt beim Kaffeetrinken, dass der Hautzustand am linken Knöchel ihrer Mutter leicht gerötet aussieht. Sie fotografiert die Stelle mit ihrem Handy. Über die sichere, integrierte Messaging-Funktion in Carenamics lädt sie das Bild hoch und schreibt eine Nachricht an den Pflegedienst: „Haut am linken Knöchel leicht gerötet. Bitte morgen früh kurz kontrollieren.“
Dieses Foto landet direkt in der digitalen Akte von Frau M. und wird automatisch für den nächsten Besuch der Diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP) am Abend priorisiert.
18:00 Uhr – Der Abendbesuch der DGKP: Medizinische Expertise und Qualitätssicherung
Der Abend bricht an. Nun kommt Sarah, eine Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin (DGKP). Ihr Besuch widmet sich der fortgeschrittenen medizinischen Pflege (Behandlungspflege) und der Überprüfung des gesamten Pflegeprozesses.
Wundmanagement und digitale Wunddokumentation
Sarah sieht sofort die Benachrichtigung, die durch die Nachricht von Tochter Sabine generiert wurde. In der Wohnung angekommen, untersucht sie den Knöchel von Frau M. Es handelt sich um eine beginnende Druckstelle (Dekubitusrisiko), da Frau M. in den letzten Tagen viel gesessen hat.
Sarah nutzt die Stärken von Carenamics im Bereich des Wundmanagements:
- Sie macht ein standardisiertes Foto über die gesicherte Kamerafunktion der App.
- Sie hinterlegt einen Pflegehinweis: „Anwendung einer schützenden Salbe, Beine beim Sitzen öfter hochlagern. Elena morgen früh informieren.“
Dank der lückenlosen Historie kann bei den nächsten Besuchen exakt verglichen werden, ob sich die Rötung zurückgebildet hat.
Medikamente für die Nacht und Abendtoilette
Sarah unterstützt Frau M. bei der Abendtoilette und verabreicht die Abendmedikation. Da Frau M. abends oft unter Unruhe leidet, wirft Sarah noch einen Blick auf den Pflegeplan. Carenamics erinnert sie daran, dass bei Frau M. eine beruhigende Aromatherapie (Lavendelöl) als nicht-medikamentöse Maßnahme im Pflegeplan hinterlegt ist, die in der Vergangenheit gut gewirkt hat.
Nachdem Frau M. sicher und entspannt im Bett liegt, schließt Sarah den Besuch ab.
19:30 Uhr – Die Pflegedienstleitung im Büro: Auswertung und Qualitätssicherung
Während Frau M. in Geidorf schläft, sitzt Bettina, die Pflegedienstleitung (PDL), im Büro des Pflegedienstes in Graz. Vor ihr stehen zwei große Bildschirme, auf denen das Dashboard der Carenamics-Weboberfläche läuft.
Qualitätssicherung und Abrechnung per Klick
Für Bettina ist Carenamics das Gehirn des gesamten Betriebs. Am Ende des Tages laufen hier alle Daten der verschiedenen Touren zusammen.
- Pflegevisiten und Controlling: Bettina sieht auf einen Blick, dass alle geplanten Besuche bei Frau M. erfolgreich durchgeführt wurden. Es gibt keine offenen Aufgaben.
- Abrechnung mit den Kassen: Da alle Leistungen (Grundpflege, Heimhilfe, DGKP-Besuch) minutengenau und transparent mit den entsprechenden Leistungscodes nach steirischem Landesrecht dokumentiert wurden, ist die spätere Abrechnung mit den Sozialversicherungsträgern und dem Land Steiermark nur noch eine Sache von wenigen Klicks.
- Ressourcenplanung: Für den nächsten Tag sieht Bettina, dass durch das Wundmanagement am Knöchel etwas mehr Zeit für Frau M. eingeplant werden muss. Sie passt die Tour von Elena für morgen früh direkt im System an. Elena wird diese Änderung morgen um 07:00 Uhr sofort auf ihrem Smartphone sehen.
Carenamics: Mehr Zeit für das Wesentliche
Unser „Tag mit Carenamics“ zeigt, dass Digitalisierung in der Pflege kein Widerspruch zu menschlicher Zuwendung ist – ganz im Gegenteil. Für die fiktive 82-jährige Person Gertrude M. bedeutet der Einsatz der Software eine spürbar höhere Pflegequalität und Sicherheit.
Auch die Vorteile für die Pflegenden werden deutlich:
- Elena und Thomas müssen keine Zettelwirtschaft betreiben und können sich voll und ganz auf den Menschen konzentrieren.
- Sarah hat als DGKP alle medizinischen Daten im Bruchteil einer Sekunde parat und kann fundierte Entscheidungen treffen.
- Tochter Sabine erfährt eine enorme psychische Entlastung, da sie weiß und sieht, dass ihre Mutter in sicheren Händen ist.
- Die Pflegedienstleitung behält den Überblick über Qualität, Rechtssicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Carenamics fungiert als digitales Bindeglied, das alle Beteiligten im Pflegealltag von Frau M. aus Graz vernetzt. Am Ende des Tages bleibt genau das, was in der Pflege am meisten zählt: Zeit für ein Lächeln und vielleicht ein gutes Gespräch. So kann auch ein Hersteller von Pflegesoftware einen kleinen Beitrag zum Altern in Würde leisten.